Wildzelten

Wir fordern:

Erlaubnis des Wildzeltens für eine Nacht zum Zwecke der Jugendarbeit

Aktueller Sachstand:

Pfadfinder*innen zelten schwarz. Und dass nicht nur, weil sie in Kothen (schwarzen Zelten) unterwegs sind, sondern eben, weil viele Pfadfindergruppen selbstbestimmt zu Fuß, mit dem Kanu oder ähnlichem unterwegs sind und eben nicht auf öffentliche Campingplätze ausweichen wollen. Sie schlafen lieber im Wald, auf Wiesen oder anderen Flächen. Dabei lernen sie früh, nichts zu Hinterlassen und keinerlei Schäden an Natur oder Gegenständen zu verursachen.

Das Wildzelten gehört zur Pfadfindermentalität untrennbar dazu und wird intensiv genutzt um unseren Mitgliedern ein Empfinden für Natur und Naturschutz zu geben. Insbesondere das Gefühl der Freiheit aber auch das Schätzenlernen intakter Natur und somit von Naturschutz können hierbei gut verbunden werden.

Problemdarstellung:

Im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern gilt in Deutschland nicht das sog. „Jedermannsrecht“. Dieses Recht erlaubt die Übernachtung für eine Nacht an einem Platz, solange er nicht in unmittelbarer Nähe von Siedlungen oder Wohnhäusern liegt.

Im Gegensatz hierzu gilt in Deutschland ein Verbot des Wildzeltens. Speziell geregelt wird dies in den Waldgesetzen der Länder. In Bayern ist in diesem nur das Betreten von Waldflächen geregelt. Das Zelten oder campieren bleibt davon unberührt und wird nicht weiter erwähnt. Die Realität sieht allerdings so aus, dass Forstmitarbeiter*innen Pfadfindergruppen als sehr ungesehene Gäste wahrnehmen.

Was muss passieren:

Es benötigt dringend eine klare Regelung, die den Jugendgruppen ein Wildzelten erlaubt. Erlaubt sein sollte, dass Wildzelten für eine Nacht zum Zwecke der Jugendarbeit. Die Pfadfinderverbände garantieren mit ihren hohen Ausbildungsstandards dafür, dass keinerlei Sachbeschädigung entsteht und keinerlei Spuren zurückbleiben.